Ist Kyudo Zen?

Ein berühmtes Buch zum Thema Kyudo ist: „Zen in der Kunst des Bogenschießens“. Dieses Buch führte zu einer falschen Wahrnehmung Kyudos in Deutschland. Oft glauben die Leute, dass man bei Kyudo nicht zielt und das Treffen auch nicht wichtig ist. Dies ist schlicht und ergreifent falsch. Schon ab dem 3. Dan wird bei der Prüfung das Treffen des Ziels verlangt.
Aber gehen wir ein Schritt zurück. Kydo wurde von Inagaki-sensei nach Deutschland gebracht. Er unterrichtete die Heki Schule (zu den zwei großen Stilrichtungen komme ich ein anderes mal). Heki stammt vom Kriegsschießen ab. Hier galt, wenn man nicht trifft kann der Gegner zurück schießen, was der Gesundheit nicht zu gute kommt. Aber, was nützt einem ein Treffer wenn man nicht durch die Rüstung des Gegners kommt? Richtig, nichts. Das durchschlagende Treffen ist ein zentraler Punkt der Heki Schule. An dieser Stelle kann man sagen, dass das Treffen allein nichts wert ist, wenn man anhängt, dass es auf das durchschlagende Treffen ankommt.
Kyudo hat also nichts mit der Meditation des Zen zu tun. Natürlich wird die Technik intensiv geübt und kann einen meditativen Charakter bekommen, doch ist dies nicht das Ziel sondern eine Folge der hohen Konzentration. Weiterhin gilt, dass sich der Lernende nicht vom nicht Treffen entmutigen lassen soll oder gar seine Technik so verändert, dass er zwar trifft aber nicht durchschlagend trifft. Es gilt, wer die richtige Technik beherscht, und hier meine ich auf einem sehr sehr hohem Niveau, wird immer durchlagen Treffen. Daher wird die richtige Technik groß geschrieben. So viel zum Thema Zen und Kyudo. Bis zum nächsten mal, euer Xerber.
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